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Dein Vater: Interview mit Roy Kittlers Dad

Bitte stell dich doch erst einmal kurz vor, da- mit wir wissen, mit wem wir es überhaupt zu tun haben.
Ich heiße Klaus Kittler und bin von Beruf Auto- schlosser. Seit einigen Jahren bin ich nun allerdings Rentner.

Wie fing das denn damals bei Roy mit dem Freeskiing an?
Meine Frau und ich sind beide leidenschaftliche Skifahrer. Da war klar, dass Roy so zeitig wie möglich auf die Ski kam. Roy wurde im Septem- ber drei Jahre alt und im November ging’s dann schon richtig los mit dem Skifahren. Im Dezem- ber waren wir dann alle zusammen in unserem ersten gemeinsamen Skiurlaub in Rokytnice im Riesengebirge. Da konnten wir schon schön zusammen fahren, nur die ganz steilen Pisten noch nicht. In den folgenden Jahren haben wir ständig an Roys Technik gearbeitet und den Schwierigkeitsgrad erhöht. Irgendwann haben meine Frau und Roy einen Snowboard-Kurs besucht. Von da an war erst mal Board-Fahren angesagt, aber nur für ungefähr ein Jahr. Der nächste Schritt waren Snowblades und im Sommer Skaten. Danach mussten es dann die ersten Trickski sein und wir waren froh, dass sein Snowboard kaum mehr genommen wurde. Das ganze Trickskifahren hat sich Roy alles selbst angeeignet und wir haben ihn, so gut es ging, dabei unterstützt.

Also hatte Roy sofort deine volle Unterstützung oder musste er dich erst überzeugen?
Nein, in Sachen Skifahren stand ich immer voll hinter ihm!

Wann war dir klar, dass Roy ein Ausnahm talent wäre und es im Freeski-Zirkus schaffen könnte?
Das war, als er die Snowpark-Tour gewinnen konnte.

Viele Freeskier haben ihre Wurzeln ja im Rennsport. War das bei Roy auch so? Falls ja, hättest du es lieber gesehen, wenn er dabei geblieben wäre?
Rennsport haben wir zu Roys Zeiten nicht mehr betrieben. Das liegt noch länger zurück. Meine Frau ist damals Wettkämpfe gefahren und ich war sogar Trainer einer Mannschaft. Von daher hatte er gar keine Chance, beim Rennsport zu bleiben… [lacht]

Wie verstehen sich die Eltern der Freeski-Pros untereinander? Gibt es da viele Lästereien, wie es des Öfteren im Rennsport vorkommt? Welche anderen Pro-Väter wären demnach deine „Erzfeinde“?
Sehr viele Eltern habe ich nicht kennengelernt, aber wenn, dann haben wir uns gut verstanden.

Hattest du generell andere Pläne für die Zukunft deines Sohns? Welchen Beruf hattest du dir eigentlich für deinen Nachwuchs ge- wünscht und warum?
Ich hätte es gern gesehen, wenn er unseren Garten- und Landschaftsbau-Betrieb über- nommen hätte. Danach sieht es zurzeit leider gar nicht aus. Aber wer sollte ihm diese Entscheidung verübeln?

Vielleicht hättest du damals etwas strenger sein müssen – oder gab’s nie Stress, zum Beispiel mit der Schule?
Das Problem hatten wir nicht. Roy hat oft auf den langen Fahrten von Pirna bis in die Alpen für die Schule gelernt, sich auf Arbeiten und Prüfungen vorbereitet.

Du meintest ja schon, dass du und dein Frau beide aktiv im Rennsport gewesen wärt. Liegt das Talent also in der Familie und wurde Roy mit in die Wiege gelegt?
Das kann man so sagen. Wir sind shcon immer selbst viel Ski gefahren und da war es selbstverständlich, dass Roy auch mit kam. Eins führte dann zum anderen.

Sonst fragen wir auf dieser Seite immer die Mütter aus. Hat man als Vater auch Sorgen, wenn der Sohn unterwegs ist?
Natürlich, vor allem, dass er sich keine größeren Verletzungen zuzieht. Da bin ich den Müttern wohl recht ähnlich.

Was war der größte Schreckensmoment in der Karriere deines Sohnes, für dich als Vater?
Das waren seine Schlüsselbeinbrüche, ganz klar.

Sind schon mal Aufnahmen von Roys Touren um die Welt im Internet aufgetaucht, die dir etwas peinlich waren?
Auf Trips passieren schließlich die verrücktesten Dinge…
Nein, bisher war mir nichts peinlich. Und so soll es auch bleiben. [lacht]

Gibt’s für dich einige schwarze Schafe unter den Pros, mit denen du Roy den Umgang am liebsten verbieten würdest?
Auch diese Frage muss ich verneinen, mit niemanden!

Andersherum gefragt: Welchen Pro würdest du als perfekten Schwiegersohn erachten?
Darüber habe ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht. Sollte ich etwa..?

Was war denn das niedlichste Geburtstagsgeschenk, das Roy dir jemals gemacht hat?
Es waren immer schöne, selbst gemalte Zeichnungen von Roy, über die ich mich am meisten gefreut habe.

In der Pubertät durchlebt man ja so einige Phasen. Welche Phasen hat Roy schon alle durchlebt und welche war die nervigste Phase für dich als Vater?
Es hielt sich eigentlich alles in Grenzen. Nur unser Musikgeschmack ist ganz verschieden. Gerade auf den langen Autofahrten muss man sich dann schon irgendwie einigen, was nicht immer ganz einfach ist.

Gab’s also keine nennenswerten „Fashion- Ausrutscher“ von ihm?
Da wüsste ich keinen.

Damit’s zum Ende noch mal richtig schön peinlich wird, hier der Klassiker: Die Eltern kommen zu früh aus dem Urlaub wieder… Ist das bei euch auch schon einmal passiert? Welcher Anblick bot sich dir?
Das ist nicht passiert. Solange Roy bei uns gewohnt hat, waren wir immer zusammen im Urlaub. Das hätte Roy also eher schwer hinbekommen können. Da muss ich euch leider enttäuschen und kann keine Peinlichkeit enthüllen.

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