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SnowVision-Gründer Wim Van Roy erklärt die Goggle mit Sehhilfe

Eine Skibrille mit integrierter optischer Sehhilfe – ein Traum für alle Brillenträger. Wir haben uns mit SnowVision-Gründer Wim Van Roy über seine patentierte Goggle unterhalten.

Brillenträger kennen die Probleme: Die Skibrille sitzt einfach nicht so im Gesicht, wie sie sollte, denn die optische Brille darunter lässt dies einfach nicht zu. Zusätzlich drückt sie vielleicht sogar aufs Gesicht und beschlägt, sobald man auch nur eine kleine Pause einlegt. Diese Probleme gehören beim belgischen Start-Up SnowVision der Vergangenheit an, denn Gründer Wim Van Roy hat die Lösung des Problems entwickelt. Herausgekommen ist eine Skibrille mit integrierter Sehhilfe, damit das Tragen einer normalen Brille unter der Skibrille der Vergangenheit angehört.

Wir haben uns mit dem Unternehmer über seine innovative Skibrille ausgetauscht.

Hallo Wim! Kannst du dich bitte kurz unseren Lesern vorstellen?

Hi! Ich bin Wim und leidenschaftlicher Sportler mit Vorliebe für Basketball und Radfahren bis hin zu Golf und Skifahren. In den Niederlanden habe ich Luftfahrttechnik studiert und nach meinem Master in General Management arbeite ich nun in Bremen akribisch daran, SnowVision zum Erfolg zu führen. SnowVision ist ein Unternehmen, das ich gemeinsam mit meinem Vater gegründet habe.

Was genau ist SnowVision?

SnowVision ist eine Firma, die eine Skibrille mit integrierter Sehstärke entwickelt hat. Dabei unterscheidet sich unser Produkt durch die Form und die optischen Charakteristika, weswegen wir eine optische Sehhilfe im Bereich von +8 bis -8, sowohl bifokale als auch Gleitsichtgläser in unsere Skibrille integrieren können.

Wir haben uns für die Entwicklung entschieden, da Brillenträger beim Skifahren ständig Stress ausgesetzt sind. Mit unserer Skibrille muss man keine andere Brille mehr tragen. Die Brille ist trotzdem ganz normal mit einer Doppelscheibe ausgestattet, um das Beschlagen der Goggle zu vermeiden. Oftmals ist das nämlich ein großes Problem.

Wie groß ist das Team hinter SnowVision?

Aktuell sind wir drei Leute. Neben mir arbeitet noch ein Sales-Manager und jeweils eine Person im Bereich PR und Marketing für SnowVision. Darüber hinaus kann ich mich auf die Unterstützung einiger Mentoren verlassen. Dazu gehört ein Unternehmer, ein Entwickler, ein professioneller Skifahrer und einer meiner ehemaligen Professoren.

Snowvision Wim van Roy

Klingt gut! Wie bist du auf die Idee von SnowVision gekommen?

Alles begann mit meiner Mutter. Die Leidenschaft für Berge und Schnee wurde mir durch meine Eltern in die Wiege gelegt. Nichtsdestotrotz nervte meine Mutter eine Sache beim Skifahren: Sie ist Brillenträgerin und musste auf OTG-Skibrillen (Over the Glasses) zurückgreifen. Immer, wenn sie eine Pause einlegte, beschlug ihre Brille – die gute Sicht auf der Piste ging verloren. Es musste also eine Alternative her und da wir im Internet keine vernünftige fanden, haben wir mithilfe der Flemish Governmental Agency eine Skibrille mit integrierter Sehstärke selber entwickelt.

Wie lange dauerte die Entwicklung bis zum fertigen Produkt?

Die Entwicklung hat insgesamt vier Jahre gedauert. Dazu zählen wir natürlich auch die Testphase mit vielen Menschen unterschiedlichen Alters und mit diversen Sehschwächen sowie der Entwurf zahlreicher Prototypen. Zusätzlich haben wir uns mit vielen Optikern und Wintersportlern unterhalten.

Die positiven Reaktionen der Tester auf unsere Prototypen und der Tod meines Vaters sowie meines Businesspartners Jan Anfang des Jahres setzte uns dann zeitlich unter Druck. In Gedenken an meinen Vater heißt unser erstes Modell von SnowVision „Ottho“, in Anlehnung an seinen Zweitnamen.
Die Goggle wurde jetzt zur Vorsaison gelauncht und konnte sogar schon einen Preis abräumen. Zur Zeit prüfen wir auch den Einstieg in andere Märkte wie zum Beispiel beim Mountainbiken.

Snowvision Life

Welche Technologien stecken in den Brillen?

Der integrierte Halter für die optische Sehhilfe ist, wie bereits gesagt, so ausgelegt, dass eine breite optische Bandbreite bedient werden kann. Zur Zeit testen wir sogar noch weiter, um die Bandbreite unseres Produktes noch zu erweitern (-9 bis +10). Jede unserer Skibrillen wird individuell gefertigt, denn nur so können wir optimal auf unsere Kundenwünsche detailliert eingehen. Wir beachten bei der Fertigung der Goggle Dinge, wie beispielsweise die Pupillendistanz zur Nase. Natürlich sind unsere Skibrillen auch als Standard mit einer speziellen Anti-Fog-Beschichtung ausgestattet, die haltbarer als die klassische Beschichtung ist.

Wie sieht es mit dem Brillenglas aus: Kann man das wechseln oder funktioniert es in allen Bedingungen?

Das Glas funktioniert unter vielen verschiedenen Bedingungen, da es photochromisch (selbsttönend) ist, und damit die Schutzstufen 1 bis 3 abdeckt. Da alle Brillengläser miteinander verbunden sind, um das Beschlagen der Brille zusätzlich zu vermeiden, kann man allerdings das Brillenglas nicht wechseln.

Ist die Skibrille wirklich für jeden geeignet, der eine optische Hilfe braucht, oder gibt es noch andere Beschränkungen?

Die optische Palette reicht derzeit von -8 bis +8 Dioptrien. Dadurch kann so ziemlich jeder unsere Skibrille tragen. Wir entwickeln aber ständig unser Produkt weiter, um in Zukunft ein noch breiteres Angebot haben. Zur Zeit arbeiten wir auch mit einem Testkunden zusammen, der eine Brille benötigt, die eine spezielle Lichtfrequenz filtert. Unser Ziel ist es, jedem zu helfen, der auf eine optische Hilfe im Skigebiet angewiesen ist.

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Ist die Goggle unisex oder gibt es verschiedene Farben?

Unser erstes Modell ist ein Unisex-Modell. Die Ottho Goggle kommt mit einem kratzfesten, NTX-photochromatischen Glas, das sich der Lichtintensität anpasst. Aktuell kann man zwischen drei verschiedenen Glasfarben wählen. Grün-Blau, Blau-Lila oder Gelb-Rot. Andere Modelle befinden sich derzeit noch in der Entwicklung.

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Wie funktioniert der Bestellprozess auf eurer Website?

In unserem Online-Shop kann man zunächst zwischen den drei verschiedenen Gläserfarben wählen. Anschließend stehen noch drei weitere Angaben an. Es muss angegeben werden, welches optische Glas (unifocal, bifocal oder variofokal) benötigt wird. Je nach Auswahl passt sich der Preis der Skibrille an. Danach brauchen wir natürlich noch die Dioptrien-Werte, die uns Kunden entweder über ein Internetformular oder per Mail mitteilen können. Abschließend bleibt natürlich noch die Lieferadresse.

Danke für deine Zeit, Wim! Gibt es noch etwas Spezielles, was du uns über SnowVision erzählen willst?

Ja, wir sind offizieller Partner der Special Olympics! Wir statten die belgischen Athleten mit unseren Goggles aus, damit sie ihren Sport am Limit ausüben können. Der Grund dahinter ist, dass ich selbst Teil der inklusiven Basketballmannschaft war. Dort spielen Menschen mit geistiger Behinderung (Special-Olympics-Athleten) zusammen mit ihren Partnern (ohne Behinderung).

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