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Interview: Sabrina Cakmakli über die X Games

Sabrina Cakmakli wurde als dritte Deutsche überhaupt zu den X Games eingeladen!

Sabrina Cakmakli

Sie ist eine der erfolgreichsten deutschen Athleten im Freeskizirkus. Aufgewachsen ist Sabrina Cakmakli im Allgäu, bevor sie dann zusammen mit ihrer Mutter nach Garmisch zog. Ihre Karriere nahm dann ihren Lauf, als sie sich für die Olympischen Spiele 2014 in Sochi voll und ganz der Disziplin Halfpipe widmete und trotz einer Verletzung in letzter Sekunde das Ticket für die Spiele sicherte! Doch Sabi ist nicht nur in der Halfpipe unterwegs! Auch im Park fühlt sie sich immer noch pudelwohl! Vor kurzem hat sie ihre erste Einladung für die X Games bekommen, es läuft einfach bei ihr! Wir haben uns mit Sabi über die Spiele, die X Games und vieles mehr unterhalten!

Hi Sabi, alles klar bei dir? Wo treffen wir dich gerade an?

Hallo liebe skiing, bei mir ist soweit alles klar, danke. Ich bin tatsächlich erst vor einigen Stunden daheim in Garmisch aus Aspen/Colorado angekommen und versuche nun gerade mich noch irgendwie wach zu halten um meinen Jetlag zu bekämpfen!

Du warst jetzt in Amerika, wo genau warst du überall?

Anfang Januar war ich zuerst eine gute Woche in Breckenridge. Ich konnte dort bei Freundinnen wohnen, die auch Halfpipe fahren, also perfekt um wieder gemeinsam ins Fahren zu kommen. Danach habe ich mich mit dem Deutschen Team in Mammoth/Kalifornien getroffen. Von dort aus ging es dann zurück nach Colorado und direkt nach Aspen zu den X Games.

Wie lief es beim Weltcup in Mammoth?

Der Weltcup in Mammoth lief leider gar nicht wie ich es mir erhofft hatte. Durch die schlechten Wetterverhältnisse wurde unser erster Trainingstag abgesagt und es blieb nur noch eine Nachmittagssession bis zur Qualifikation. Ich konnte keinen sauberen Run landen und schaffte es somit nicht mal ins Finale der besten sechs.

Sabrina Cakmakli

Du hast eine Einladung zu den X-Games bekommen! Wo, wann und wie hast du die Einladung bekommen und wie war deine Reaktion?

Vor Weihnachten hatte ich ja auch schon drei Wochen in Amerika verbracht. Ich war gerade am Flughafen in Denver und dabei für meinen Flug nach München zu boarden, da dachte ich mir, ich check noch schnell meine Emails am Handy. Auf einmal poppte eine Nachricht auf mit dem Betreff „X Games Registration“. Ich ahnte natürlich sofort, dass es eine Einladung sein könnte, konnte es aber ehrlich gesagt nicht wirklich glauben. Ich war so unglaublich nervös die Email zu öffnen, aber es war tatsächlich eine Einladung als Alternate für die Women Superpipe. Das erste, was ich dann noch schnell machen konnte, war meine Mama an zu rufen. Einige Minuten später saß ich dann schon im Flieger nach Deutschland, ich glaub ich war der freundlichste und glücklichste Passagier auf dem ganzen Flug! Haha!

Wie war es bei den X-Games? Lief alles nach Plan? Warst du mit dir zufrieden?

Die X Games waren der absolute Hammer. Für mich war es eine unglaubliche Erfahrung dort dabei zu sein und alles Kennen zu lernen. Auch zu sehen, wie die anderen Athleten mit solchen Events umgehen, war super inspirierend für mich. Da ich ja leider einen Alternate Spot hatte, wusste ich natürlich nie sicher ob ich am Wettkampf teilnehmen werde oder nicht, deshalb konnte ich keinen konkreten Plan aufstellen bzw. kein konkretes Ziel. Nichtsdestotrotz konnte ich mit den anderen Fahrern trainieren und die Chance, so eine perfekte Halfpipe zu fahren, hat man ja auch nicht so oft!

Wie hast du das Event X-Games wahrgenommen im Vergleich zu den Olympischen Spielen?

Ich finde dass man diese zwei Events nicht wirklich miteinander vergleichen kann.  Die X Games sind wohl eher für eine lockere und freundschaftliche Atmosphäre bekannt, wobei bei den Olympischen Spiele schon wirklich eine eher angespanntere Luft herrscht. Von der Aufmachung her finde ich, dass sich beide Events sehr ähneln, es ist jedoch ziemlich überraschend wie unglaublich riesig und bekannt die X Games in Amerika sind, im Vergleich zu Europa. Das war schon echt cool zu sehen, wie euphorisch die Amis bei den X Games sind. Bei den X Games sind nur wir „Freestyler“ untereinander und bei den Olympischen Spielen einfach alle Athleten aus der ganzen Welt, das macht definitiv einen Unterschied. Beide Events sind total einzigartig und daher auch unvergleichbar.

Welche Teilnahme bedeutet dir mehr, welches Event hat dir persönlich besser gefallen?

Das ist ziemlich schwer zu sagen. Olympia war natürlich schon unglaublich für mich, vor allem mit der Story davor und der knappen Qualifikation durch meinen Kreuzbandriss. Was ich auch so super fand war, dass durch Olympia einfach auch mal die breite Masse auf unseren Sport aufmerksam geworden ist. Bei meiner Einladung zu den X Games haben sich eigentlich die Deutschen Medien kaum dafür interessiert, was ich etwas schade fand, da es ja für Deutsche Athleten auch nicht all zu häufig vor kommt!
Die X Games jedoch sind so ziemlich der Traum eines jeden Freeskier und so ist es natürlich auch für mich. Ich hätte zwar sehr gerne auch am Wettkampf teilgenommen aber ich denke der Alternate Spot war fürs erste schon mal echt cool, um alles kennenzulernen!

Sabi bei den X Games!
Sabi bei den Nine Queens! credit: Klaus Polzer
Sabi bei den Nine Queens! credit: David Malacrida

Welches Projekt steht als nächstes auf dem Programm? Wo reist du diesen Winter noch hin?

Für mich ist der Winter nun leider vorbei. Ich hatte mich letztes Jahr im Frühling bei Nine Queens am Knie verletzt und habe seither gravierende Probleme und bin die letzten Wochen an einen Punkt gekommen, wo ich gemerkt habe, dass ich nicht mehr meine Leistungen so abrufen kann, wie ich mag. Daher werde ich mich jetzt auf mein Knie fokussieren, damit ich nächste Saison wieder Vollgas geben kann!

Gibt es für dich noch persönliche Ziele die du verfolgst? Was ist dein großer Traum?

Persönlich habe ich natürlich einige Ziele, die ich verfolge. Mein großer Traum ist definitiv Olympia 2018 und die WM 2017. Ich hoffe auch, dass ich die nächsten Jahre noch öfter für die X Games eingeladen werde!
Für den Sport selbst wünsch ich mir, dass er sich weiterhin in eine gute Richtung entwickelt und hoffentlich bald viele junge Freeskier in Deutschland nachkommen.
Das wichtigste ist allerdings der Spaß an der ganzen Sache, die Freude am Skifahren und die Leidenschaft dabei.
Neben dem Skifahren möchte ich auch noch mein Studium fertig machen.

Vielen Dank für deine Zeit! Irgendwelche abschließenden Worte?

Vielen Dank für das Interview, skiing. Vielen Dank an alle, die sich Zeit genommen haben mein Interview zu lesen und vor allem ein riesen großes Dankeschön an meine Familie, Freunde, Coaches & Physios sowie Sponsoren für die wahnsinnige Unterstützung!!

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