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Trauriger Start in die Wintersaison

Viel Neuschnee brachte das erste Winterwochenende in den Alpen, was auch Touren- und Variantenfahrer wieder in die Berge lockte. Insgesamt sechs Personen mussten die Tour am Wochenende aber mit ihrem Leben bezahlen. Sie konnten den Lawinen nicht entkommen. Die Tourengeher waren größtenteils schlecht bzw. gar nicht für den Lawinennotfall ausgerüstet.

Auf dem Monte Cusna in der Emiliga Romagna wurden am Samstag zwei Tourengeher von einer Lawine erfasst. Beide konnten zwar aus der Lawine geborgen werden, starben allerdings wenig später. Auf dem Mortirolo in der Lombardei starben drei weitere Tourengeher in einer Lawine. Alle drei waren sofort tot.
Auch in Tirol forderte das erste schneereiche Wochenende bereits das erste Lawinenopfer. Bei einer Skitour auf den Sattelberg geriet ein 55-jähriger Mann unter eine Lawine und konnte nicht mehr rechtzeitig geborgen werden.

Schlechte Ausrüstung
Eines hatten die Unfallopfer in Italien und Österreich gemeinsam: Sie waren schlecht bzw. gar nicht für den Lawinennotfall ausgerüstet. Sie trugen weder ein LVS-Gerät, noch einen ABS Lawinenairbag, Sonde oder Schaufel mit sich. „Jeder erfahrene Lawinenretter weiß, wie gering die Chancen für eine Lebendbergung sind, wenn ein Lawinenopfer einen Meter oder mehr verschüttet ist. Ich kann deshalb nur eindringlich raten, sich so auszurüsten, dass man die eigene Verschüttung möglichst verhindert,“ verdeutlicht Hans-Jürg Etter, Präsident Kommission Lawinenrettung der IKAR, die Meinung vieler Experten.

Bereits im Winter 2009/2010 stellte man eine besorgniserregende Entwicklung fest: Viele der Lawinenopfer sind gar nicht bzw. schlecht ausgerüstet. „Als Skitourengeher oder Freerider sollte man wissen, dass ohne Notausrüstung kaum Chancen auf Überleben bestehen. Deswegen werde ich auch nicht müde zu sagen, dass man sich unbedingt mit LVS, Schaufel und Sonde ausrüsten muss und auch lernt, damit umzugehen“, so Walter Würtl, Lawinen-Experte und Ausbildungsleiter beim OEAV – Österreichischer Alpenverein.

Der Griff zum Lawinenairbag
Im Gegenzug zum Trend der schlechten Ausrüstung, greifen auch immer mehr Tourengeher zum ABS Lawinenairbag. „Eine positive Entwicklung, denn der ABS Lawinenairbag kann im Gegensatz zu all den anderen Notfallausrüstungen eine komplette Verschüttung verhindern, wodurch die Überlebenschancen beträchtlich steigen,“ so Walter Würtl.

Um ein Lawinenopfer bei einer durchschnittlichen Verschüttungstiefe von einem Meter auszugraben, werden mindestens zehn Minuten benötigt. Die Zeit für Ortung und Sondierung nicht mit eingerechnet. Statistisch gesehen, nehmen die Überlebenschancen von vollständig Verschütteten bereits nach 15 Minuten rapide ab – der Grund, warum etwa 50% davon nicht lebend geborgen werden können. Der ABS Lawinenairbag verhindert die Verschüttung in der Regel. 97%* der Lawinenopfer mit ausgelöstem ABS System haben überlebt, 90% davon völlig unverletzt.
*Quelle: SLF, Bekannte und dokumentierte Lawinenunfälle mit ABS Lawinenairbag, August 2010.

„Eine hundertprozentige Überlebenschance kann keine Lawinennotfall- Ausrüstung garantieren, weil immer ein nicht kalkulierbares Restrisiko am Berg bestehen bleibt“, weiß Walter Würtl. „Deswegen muss das absolut vorrangige Ziel immer sein, einen Lawinenabgang zu vermeiden. Und sollte der Notfall tatsächlich einmal eintreffen, muss dem Sportler bewusst sein, dass nur die effizienteste Ausrüstung die Überlebenschancen drastisch erhöhen“, so Walter Würtl abschließend.



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