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Special

Deine Mudda: BENE MAYR – DIE MUTTER HILDEGARD MAYR ÜBER IHREN SOHN.

Bitte stell dich erst einmal kurz vor, damit wir wissen, was du so tust.

Mein Name ist Hildegard Mayr, ich bin 58 Jahre alt und seit 25 Jahren mit Waldemar, dem Vater meiner beiden Jungs Benedikt und Dominik, verheiratet. Beruflich leite ich ein Förder- zentrum fĂŒr blinde und sehbehinderte Kinder. Meine sportlichen AktivitĂ€ten beschrĂ€nken sich im Sommer auf das Bergwandern mit unserer LabradorhĂŒndin Mia und im Winter natĂŒrlich auf das Skifahren.

Wie fing das bei Bene mit dem Freeskiing an?

Bene war immer ein sehr sportlicher Junge, angefangen vom Schwimmen – er belegte den zweiten Platz bei einer deutschen SchĂŒlermeisterschaft – bis hin zu Taekwondo. Aus dieser Zeit befinden sich noch viele Pokale und Medaillen in seinem Zimmer. Auf den Skiern stand er ab dem dritten Lebensjahr, doch als wir uns vor gut 13 Jahren eine HĂŒtte im Ziller- tal zulegten, ging es bei Bene mit dem Skisport erst richtig los.

Hatte Bene sofort deine volle UnterstĂŒtzung?

Wenn ich gemerkt habe, dass Bene mit Feuer und Flamme bei der Sache war, hatte er immer meine volle UnterstĂŒtzung. Mir war es immer wichtig, dass er, egal was es war, seine Sachen vollstĂ€ndig und mit vollem Einsatz erledigte.

Wann war dir klar, dass Bene ein Ausnahmetalent ist und es im Freeski-Zirkus schaffen könnte?

Dass Bene einmal professionell im Freeski- Zirkus unterwegs sein könnte, habe ich nie gedacht. FĂŒr mich hatte immer die Schule die höchste PrioritĂ€t. Lange Zeit hatte ich Benes Freeskiing nur als sein sportliches Hobby gesehen. Inzwischen ist mir klar, dass er es schaffen kann, da er unheimlich diszipliniert, ehrgeizig und sehr willensstark ist.

Viele Freeskier haben ihre Wurzeln im Rennsport. Ist das bei Bene auch so? Falls ja, hÀttest du es lieber gesehen, wenn er dabei geblieben wÀre?

Ja, auch Bene hat seine Wurzeln im Rennsport. Doch nach dem Training ist er erst einmal ĂŒber jeden Buckel gesprungen. Sein Trainer meinte, er wĂ€re kein schlechter Buckelpistenfahrer, was sich Bene nicht zweimal sagen ließ. Schnell war er in der deutschen Jugend- Nationalmannschaft, bis er sich in Frankreich in Les Deux Alpes eine schwere Knieverletzung zuzog. Auf die Frage, ob ich es lieber gesehen hĂ€tte, wenn Bene im Rennsport geblieben wĂ€re, muss ich teilweise mit ja antworten. Er wĂ€re dieser extremen Gefahr, die gerade das Freeriden mit sich bringt, nicht ausgesetzt.

Hattest du generell andere PlĂ€ne fĂŒr die Zukunft deines Sohns?

Ich hĂ€tte mir einen anderen Beruf fĂŒr Bene gewĂŒnscht. Benes Leben mit dem Freeski-Zirkus ist mir eigentlich fremd. Doch inzwischen ist das Benes Welt und dafĂŒr gibt er alles.

Vielleicht hĂ€ttest du damals etwas strenger sein mĂŒssen. Oder wie hast du das gehandhabt: Erst die Hausaufgaben und dann auf den Berg oder war das egal?

Oftmals war es so, dass nach der Schule zuerst das Training anstand und danach erst, wenn auch konsequent, die Hausaufgaben gemacht wurden.

Wie sieht es bei dir selbst mit dem Skifahren aus? Liegt das Talent in der Familie und wurde Bene in die Wiege gelegt?

Das Talent fĂŒr Skifahren liegt nicht in der Familie. Meinem Mann und mir geht es beim Sport lediglich um Bewegung und um frische Luft.

Wie verstehen sich die Eltern der Freeski-Pros eigentlich untereinander?

Als berufstÀtige Mutter habe ich leider keine Zeit, um zu den WettkÀmpfen zu reisen, deshalb kenne ich nicht sehr viele Eltern. Doch die, die ich kenne, verstehen sich sehr gut!

Was sind deine grĂ¶ĂŸten Sorgen, wenn dein Sohn unterwegs ist?

Meine grĂ¶ĂŸte Sorge ist, dass ihm hoffentlich nichts passiert. Speziell die Lawinengefahr und die Verletzungsgefahr sind beim Freeriden am höchsten.

Was war der grĂ¶ĂŸte Schreckensmoment in der Karriere deines Sohns fĂŒr dich als Mutter?

Es gab einige Momente bzw. Verletzungen, bei denen man sich gefragt hat: „Ja, muss das sein?“ Richtige Schreckensmomente sind mir aber bisher Gott sei Dank erspart geblieben.

Nun ist es ĂŒblich, dass die Rider immer wieder Edits von ihren Reisen ins Internet stellen. Gab es da mal irgendeine peinliche Situation?

Ich schaue aus ZeitgrĂŒnden nur gelegentlich auf Benes Seiten, dabei ist mir bisher nichts Peinliches aufgefallen. Manchmal wundere ich mich jedoch, was so alles ins Internet gestellt wird, und frage mich, ob das wirklich jemanden interessiert.

Die Pros hĂ€ngen ja auch untereinander gerne miteinander rum und kennen sich oft von frĂŒher. Mit welchem der anderen Rider, mit denen Bene heute noch zu tun hat, hĂ€ttest du ihm damals am liebsten den Umgang verboten?

Absolut mit keinem. Die Pros, die ich kennengelernt habe, sind alle sehr nette, sympathische, freundliche und disziplinierte Typen.

Was war das niedlichste Muttertagsgeschenk, das dein Filius dir jemals gemacht hat?

Als er an einem Muttertag von einer Reise zurĂŒckkam, hatte er an einer Tankstelle noch ein Arrangement aus so einer Art zerbrochenem Krug mit Seidenblumen fĂŒr mich als Geschenk erstanden.

In der PubertÀt durchlebt man ja so einige Phasen. Welche Phasen hat Bene schon alle durchlebt und welche war die nervigste Phase?

Da kann ich nur eines sagen: Die allernervigste Phase war, als er den Hosenbund unter dem Po trug.

Was war in diesem Zusammenhang sein grĂ¶ĂŸter Fashion-Ausrutscher?

Ich muss leider immer noch bei oben genannter Antwort bleiben. Es ist einfach schrecklich und fĂŒr mich nicht nachvollziehbar!

Damit’s zum Ende noch mal richtig schön peinlich wird, hier der Klassiker: Die Eltern ko men zu frĂŒh aus dem Urlaub wieder. Ist das bei euch auch schon einmal passiert?

Solch eine Situation kenne ich nicht!

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