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Was du gegen Schienbeinschmerzen beim Skifahren machen kannst

Du leidest an regelmäßigen Schienbeinschmerzen beim Skifahren? Es ist ein Problem, mit dem viele Shredder zu kämpfen haben.

Schienbeinschmerzen oder auch „Shin Bang“, wie unsere amerikanischen Freunde oftmals dazu sagen, ist beim Skifahren wirklich extrem unangenehm und führt – früher oder später – nahezu immer zu einer Zwangspause. Doch diese Schienbeinschmerzen, bei denen man zwischen zwei Arten unterscheidet, müssen nicht dein Hobby lahmlegen. Für beide Varianten gibt es nämlich Lösungen, sodass auch du bald ohne Schmerzen im Powder, auf Pisten oder im Park unterwegs sein kannst.

Um die Probleme der Schienbeinschmerzen in den Griff zu bekommen, ist es im ersten Schritt wichtig zu erkennen, um welche Form von Schienbeinschmerzen es sich handelt. Während der erste Typ (Shin Bang) einen punktgenauen, spezifischen Schmerz am Schienbein darstellt, ist der zweiten Typ ein tieferer, pochender Schmerz im unteren seitlichen Schienbeinbereich.

Schienbeinschmerzen treten häufig beim Skifahren auf.
Schienbeinschmerzen treten häufig beim Skifahren auf.

Schienbeinschmerzen – Typ 1

Die erste Art des Schienbeinschmerz fühlt sich im Grunde genommen an wie ein blauer Fleck auf dem Schienbein. Der Schmerz kann punktgenau lokalisiert werden und ist vor allem bei Druck auf die entsprechende Stelle vorhanden. Es handelt sich dabei um eine Überlastungsverletzung durch ein wiederholtes Trauma des Schienbeins.

Ursache

Die Hauptursache für diese Form von Schienbeinschmerzen ist hauptsächlich schlecht sitzendes Schuhwerk. Zu große Skistiefel können dazu führen, dass das Bein zu sehr im Schuh rutscht, was zu wiederholtem Druck auf eine spezifische Stelle führt. Auch Skischuhe mit dem falschen Flex können eine Ursache darstellen oder verstärkend dazu beitragen. Alte Skischuhe verlieren auf Dauer meist ihre Form. Zusätzlich büßt das Material des Innenschuhs nach und nach die polsternde Funktion ein, sodass sich eine schmerzende Stelle am Schienbein schneller bilden kann.

Skischuhe, welche nicht richtig passen, ist der Hauptgrund für Typ 1 des Shin Bang.
Skischuhe, die nicht richtig passen, sind der Hauptgrund für Typ 1 des Shin Bang.

Lösung

Eine Lösung stellt natürlich der Kauf von neuen, gut sitzenden Skischuhen dar. Doch bevor man viel Geld in die Hand nimmt, gibt es noch die ein oder andere Möglichkeit, dieses Problem anders in den Griff zu bekommen. Im ersten Schritt kann man versuchen, die Skischuhe von Experten optimieren zu lassen. Es gibt heutzutage viele Möglichkeiten, einen Skischuh perfekt auf die Anatomie des Fußes anzupassen. Auch die Wahl einer anderen Sockendicke kann bereits die Lösung des Problems sein, genauso wie ein besserer Verstärkungsriemen (Klettverschluss oben am Schuh), um den Druck gleichmäßiger auf den gesamten Vorderfuß zu verteilen.

Der richtige Skischuh kann im Kampf gegen die Schienbeinschmerzen helfen.
Der richtige Skischuh kann im Kampf gegen die Schienbeinschmerzen helfen.

Schienbeinschmerzen – Typ 2

Typ 2 der Schienbeinschmerzen sitzt tiefer und ist meist schmerzhafter. Der Schmerz tritt oft seitlich, also im lateralen oder medialen Schienbeinbereich auf. Dieser Schmerz ist auch unter dem Namen „Schienbeinkantensyndrom“ oder „Mediales Tibiales Stresssyndrom (MTSS)“ bekannt. Vor allem bei Läufern sind jene Schienbeinschmerzen bekannt, doch eben auch Skifahrer müssen unter diesen Problemen leiden. Das Schienbeinkantensyndrom hat verschiedene Stadien. Diese variieren von Schmerzen während der Aktivität, die nachlassen, sobald die Aktivität beendet ist, bis zu Symptomen, die noch Tage danach spürbar sind. Je früher das Problem behandelt wird, desto besser ist das Ergebnis.

Ursache

Als Hauptursache rückt eine Überbeanspruchung in den Fokus, bei der das Muskelgewebe nicht in der Lage ist, erhöhte Anforderungen angemessen zu kompensieren. Im Grunde genommen nimmt die Belastung des Beins zu schnell und intensiv zu. Man fährt also zu viel und zu schnell Ski, ohne eine solide Fitnessbasis zu haben. Das Skifahren und Landen (nach Sprüngen) in Rückenlage verstärkt die Schienbeinschmerzen, da dies die Knöchelmuskulatur viel stärker belastet als das Fahren in guter Position. Eine schlechte Passform des Skischuhs kann ebenfalls zum Shin Bang Typ 2 beitragen.

Skifahren in Rückenlage kann zu Schienbeinschmerzen führen.
Skifahren in Rückenlage kann zu Schienbeinschmerzen führen.

Lösung

Die einfachsten Möglichkeiten zur Vermeidung der Schmerzen sind richtig sitzende Skischuhe, relativ viel Kraft- und Fitnesstraining und eine gute Skitechnik. Die Stärkung der Knöchelmuskulatur, des Quadrizeps, der „Hamstring“-Muskelgruppe, der Gesäßmuskulatur sowie der Rumpfmuskulatur helfen, Schienbeinschmerzen zu verringern.

Sind die Schmerzen des Typ 2 bereits in vollem Gange, ist das Belastungsmanagement der Schlüssel zum Erfolg. Auch wenn es schwer fällt, muss das Skifahren reduziert und die Dauer des Schmerzes beobachtet werden. Schmerzen die Schienbeine auch nach der Aktivität kann mit etwas Eis erste Abhilfe geschaffen werden.

Eine gute Skitechnik gilt als Prävention.
Eine gute Skitechnik gilt als Prävention.

Achtung: Das Schienbeinkantensyndrom ist sehr eng mit der Stressfraktur des Schienbeins verwandt. Die Symptome solcher Frakturen sind spezifischere bzw. kleinflächigere Schmerzen, die zudem stärker sind als das Mediale Tibiale Stresssyndrom. Die Risikofaktoren sind jedoch die gleichen. Gibt es die Vermutung auf eine Stressfraktur, muss unbedingt ein Orthopäde aufgesucht werden, da Stressfrakturen einfach verschwinden, ohne das Trainingsprogramm zu ändern.

Passt also auf euch auf und achtet auf euren Körper. Die richtige Ausrüstung, eine gute Skitechnik und ausreichend trainierte Muskulatur bilden also die beste Prävention gegen lästige Schienbeinschmerzen, die den Snowboardern meistens verwehrt bleiben. Stay safe!

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