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Interview: Matthias Haunholder über seine Filmprojekte

Der Österreicher Matthias Haunholder ist für seine Abendteuer und Expeditionen an die entlegensten Orte dieser Welt bekannt! Wir haben uns mit ihm unterhalten!

Matthias Haunholder wurde durch seine letzten beiden Filme “Onekotan – The Lost Island” und “The White Maze” noch bekannter, als er eh schon ist! Der Österreicher liebt es, draussen in der Natur zu sein, und die entlegensten Orte dieser Welt zu erkunden. Doch was nur wenige wissen: Er war auch schon Teilnehmer der Freeride World Tour. Wir haben uns mit dem Sweet Protection Teamrider unterhalten und ihm ein paar Fragen gestellt, die uns schon immer brennend interessiert haben!

Matthias “Hauni” Haunholder

Hi Hauni, wie geht’s dir und wo treffen wir dich gerade an?

Servus, ich komme gerade von einer Skitour aus den Kitzbüheler Alpen zurück, unglaublich gute Bedingungen und das schon im November! Aus diesem Grund geht`s mir ausgezeichnet 🙂

Bist du gut in den Winter gestartet? Die erste Ladung Schnee kam ja bereits an!

Seit Ende September war ich ein paar Mal am Gletscher zum Skifahrer und konnte bereits ein paar richtig gute Powdertage genießen. Heuer fing der Winter schon richtig gut an und von mir aus kann es gerne so weiter gehen.

Vorletzte Saison hast du die Insel Onekotan erkundet, letztes Jahr ging es nach Sibirien an den Gora Pobeda. Welches Abendteuer war für dich persönlich „krasser“ und warum?

Grundsätzlich geht`s mir nicht darum immer noch krassere Projekte zu realisieren. Jedoch um deine Frage zu beantworten, Onekotan war krasser, der Grund dafür war die Abhängigkeit von dem Schiff welches uns auf die unbewohnte Insel brachte und nicht mehr abholen konnte.

credit: Andre Schoenherr

Es gab sicher einige Schwierigkeiten während deiner Trips, kannst du uns mal die bedeutsamsten erzählen? Gab es Situationen, als du dachtest, dass das das Ende des Projektes sei?

Die Abgeschiedenheit war bei diesem Projekt wieder eine große Herausforderung. Alleine die 1000km mit einem russischen UAZ Bus über die Road of Bones und die 300km querfeldein und über gefrorene Bach- und Flussbette bei mehrmaligem Steckenbleiben bei einer Außentemperatur von -50C kann sehr schnell brenzlig werden. Das war definitiv am Limit, aber zum Glück ist alles gut gegangen.

Erklär mal, wie lebt man denn während so einer Expedition? Von was ernährt man sich und was macht man, wenn ein fetter Schneesturm aufzieht?

Bei den Nomaden bekamen wir 3 x pro Tag Rentierfleisch und in den Bergen hatten wir hauptsächlich dehydrierte Expeditionsnahrung dabei. Wir mussten Gewicht sparen wo immer es möglich war, aus diesem Grund hatten wir nur das nötigste an Nahrungsmitteln dabei. Der beste Schutz vor Kälte und Schneesturm ist eine Schneehöhle in der wir auch unsere Nächte verbrachten.

Was reizt dich, immer wieder solche gefährlichen Expeditionen zu machen?

Ich liebe es neue Gebiete mit meinen Skiern zu erkunden. Meine größte Leidenschaft das Skifahren mit einem ordentlichen Abenteuer zu verbinden ist genial. Das Risiko ist relativ und mit einer ordentlichen Vorbereitung kann man dieses auch sehr gut kontrollieren. Die größte Gefahr liegt meines Erachtens an der Abhängigkeit der Personen welche uns vor Ort bei der Logistik unterstützen. Wenn da was schiefgeht wird es schwierig für uns, weiter zu kommen. Auf diese Leute müssen wir uns zu 100% verlassen können, das war bei Onekotan nicht der Fall.

credit: Jonas Blum

Gerade bei Expeditionen in die hintersten Winkel der Erde ist es besonders wichtig, sich nicht ernsthaft zu verletzen. Wie schützt du dich bei deinen Expeditionen?

Wie schon erwähnt ist die Vorbereitung das wichtigste bei solchen Expeditionen. Man muss im Stande sein sich selbst zu helfen und das ganze Team muss perfekt aufeinander abgestimmt sein. Ordentliches Equipment ist selbstverständlich, es sollte nichts brechen bzw. reißen. Mit billigem Material brauchst du dich nicht in diese Gegenden wagen, sonst wird es gefährlich. Meine Ausrüstung ist als Arbeitskleidung zu verstehen, da sie extremen Belastungen standhalten muss.

Was für ein Projekt steht als nächstes an?

Es liegen noch einige Projekte in meiner Schublade, wichtig für mich ist es die Einzigartigkeit und die Schönheit der Natur mit meiner Leidenschaft zu verbinden. Mich würde wieder mal ein hochalpines Projekt in den Alpen reizen. Ich denke, dort wird es mich in der kommen Wintersaison hinziehen. In der Antarktis gibt es auch wunderschöne Berge, das ist mein Ziel für die nächste Saison.

Du warst ja auch schon auf der Freeride World Tour unterwegs. Können wir da mit einem Comeback rechnen, oder war das nicht so dein Ding?

Ich habe meine 6 Jahre auf der FWT sehr genossen und konnte auch einige Podiums und einen Sieg in Tignes einfahren. Bei der FWT in Fieberbrunn habe ich nach wie vor eine Funktion als Vorläufer und Moderator. Mich reizt es immer wieder das Contest Face zu fahren und falls mal kein Ösi am Start ist, dann bewerbe ich mich für eine Wildcard 😉

Vielen Dank für deine Zeit, Hauni!

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