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skiing Exklusiv: Das Flo Preuss Interview

Hary G’s Isarpreiß ist ja bekanntlich in aller Munde, doch wie schaut es eigentlich mit dem Alpenpreiß aus? Gibt es da auch so einen wie den „Gündther“? Oh ja den gibt es, er nennt sich Florian Preuss und zählt zu Deutschlands besten Park Shreddern. Obwohl er aus den Tiefen des Ruhrpotts stammt, ballert er seit Jahren die Autobahnen auf und ab, um neben seinem „Alibi-Studium“ so viele Skitage wir nur möglich zu ergattern. Seit knapp mehr als zwei Jahren hat man ihn auch beim DSV auf dem Radar, wo er sich in kürzester Zeit einen fixen Startplatz bei den Weltcups für die Olympiaqualifikation ergatterte. Um euch den Knaben einmal noch genauer vorzustellen, haben wir den Pro Fleuss, wie er auch gern genannt wird, mit ein paar Fragen gelöchert.

Name: Florian Preuss
Alter: 22
Wohnort: Sprockhövel / Germany
Single oder Big in Love: Single
Sponsoren: Rockstar Energy, Planks, Atomic, Adidas Eyewear, Zanier Gloves
Kilometer Highscore im Jahr: <30.000
Skitage pro Jahr: 122
Favorite Trick: cork 9 blunt
Favorite Park: Stubai Zoo
Favorit Event: Bir Airs for sure!

Hey Flo, wie geht’s? Schon aus dem Sommerloch gekrochen und ready to shred?
Servus Skiing Mag, klar bin ich schon aus dem Sommerloch gekrochen und habe der Uni und dem Leben Daheim den Rücken gekehrt um hier in Innsbruck festzustellen, dass Tirol leider noch im Sommerloch hängt.

Diese Tiroler……Du kommst ja eigentlich aus der Nähe von Bochum, erzähl uns doch Mal wie man da überhaupt zum Freeskiing kommt?
Mein Papa hat mich mit 18 Monaten erstmalig auf Ski gestellt. Von 4 bis 13 habe ich mich dann nebenher auf dem Snowboard probiert und ab und an die Parks auf der Zugspitze und in Ehrwald unsicher gemacht. Mit 14 habe ich das Freeskiing für mich entdeckt und mein Snowboard gegen ein Paar Twin Tips eingetauscht. Im Jahr drauf bin ich beim CAD Tourstop auf der Postwiese mitgefahren und direkt Zweiter geworden. Von dem Moment an war Freeskiing mein Ding!

Du hast dich ja heuer wie vermehrt im Kraftraum auf die Saison vorbereitet. Worin siehst du die steigende Bedeutung von Muskelaufbau als Saisonvorbereitung?
Die Saisonvorbereitung findet im Sommer statt und im Sommer ist Freibad Saison! Da müssen sowieso Muskeln her! 😀

Nein Schmarrn,
Ich habe diesen Sommer glaube ich mehr Zeit im Kraftraum verbracht, als in der Uni…damit kann ich gut leben. Ich denke langfristig gesehen hilft eine gute Muskulatur den Verschleiß im Körper minimal zu halten und schützt bei Stürzen vor Verletzungen. Außerdem shredde ich am liebsten von früh morgens bis spät nachmittags…da schadet es nicht fit zu sein! Daher kommt man wohl kaum noch ums Krafttraining in der Saisonvorbereitung herum, oder?

Hört sich zumindest vernünftig an 😉
Seit knapp zwei Jahren bist du ja auch Teil des German Freeski Teams. Wie sehr hat das dein Freeski-Lifestyle verändert und worin siehst du die Vorteile?
Mein Lifestyle hat sich insofern verändert, dass ich vergangene Saison viel mehr auf Flughäfen abgehangen habe, als mir vorher klar war. Allerdings konnte ich so auch viel Zeit mit einer coolen Crew verbringen und die besten Setups der Welt shredden. Nebenbei genieße ich als Teil des Freeski Teams eine gute rundum Betreuung in jeglicher Hinsicht…trotzdem steht für mich die gute Zeit mit dem Team im Vordergrund – sei es beim Biken, Klettern, Ski fahren, Trampolin springen der Beachen!

Bewegt sich der Sport folglich in die richtige Richtung oder denkst du das ganze könnte vermehrt dazu führen, die Szene mehr und mehr auseinander zu bringen?
Meiner Ansicht nach entwickelt sich die Szene insofern, dass es immer mehr Spezialisten in unserem Sport gibt…dies liegt meiner Meinung nach aber weniger an Olympia und Nationalteams, als an der rasanten Entwicklung im Riding. Es reicht nicht mehr aus am Anfang der Saison 4 Wochen Park fahren zu gehen, um die ganze Saison über einen konkurrenzfähigen Run zu haben. Auch einen sehenswerten Urban-Part für den nächstjährigen Skimovie dreht man nicht mehr zwischen World Championships, Dew Tour und X-Games. Ebenso ist es mit Powdersegmenten. Um etwas zu schaffen, was aus der Masse heraussticht, muss man sich mittlerweile voll auf einen Aspekt konzentrieren. Einige entscheiden sich für Contests, andere fürs Filmen. Das muss jeder für sich wissen. Und ich ziehe vor jedem meinen Hut, der es schafft, mehrere Aspekte des Freeskiings auf höchstem Niveau zu vereinen. Aber das wichtigste ist im Endeffekt, dass jeder an dem was er macht Spaß hat!
Demnach finde ich die Entwicklung gar nicht verkehrt.

Im letzten Jahr stand ja ganz klar das Ziel gute Platzierungen im Weltcup zu sammeln und eine mögliche Olympia Qualifikation im Fokus. Welches Fazit kannst du zurückblickend für dich ziehen und worauf konzentrierst du dich diesen Winter?
Wenn ich es mir genau überlege, kann ich auf eine stetig steigende Leistung über die letzte Saison zurückblicken. Diese stehen aber in keinem Verhältnis zu den Erfahrungen, die ich während dieser Zeit gesammelt habe. Mit der Olympia Quali hat es leider nicht geklappt…deshalb möchte ich dieses Jahr unbedingt zur WM am Kreischberg!

Wirst du es in 4 Jahren nochmal versuchen? Wenn ja, was würdest du anders machen?
Das ist noch lange hin. Wenn ich fit bin werde ich es auf jeden Fall noch mal versuchen. Allerdings werde ich dann beide Jahre der Qualifikationsphase mitnehmen, und nicht nur die Zweite! Ich hatte das Gefühl, dass es das nicht gerade einfacher gemacht hat!

An sich bist du ja eine klassische Parkratte, wird das so bleiben oder wird das Backcountry auch für dich in Zukunft immer interessanter werden?
Ich? Eine Parkratte?! Ich werde glaube ich nicht in naher Zukunft mit Zelt und Schlafsack auf irgendwelche Gletscher reisen, aber wenn die Schneesituation ansprechend ist, werde auch ich meinen Bentchetler auspacken. Sei es zum Powern, oder um den eine oder anderen Kicker zu Hüpfen. Da zeigt sich dann, ob man seine Parktricks wirklich beherrscht.

Ohne dir zu nahe kommen zu wollen, mit deinen 22 Jahren gehört man bei Contests schon zum älteren Eisen. Wie beurteilst du diese Situation?
Ich sehe es als Herausforderung mit den ganzen Jungspunden mitzuhalten! Natürlich ist es teils erstaunlich, was die in dem Alter schon an Tricks können, aber eigentlich kann man nur sagen: Age doesn’t matter.

Komm du Mal in mein Alter, dann mattert’s dir schon auch noch 😉 Zu guter letzt, was steht an für dich in den nächsten Wochen, worauf freust du dich am meisten?
Ich werde jetzt eine Woche in Saas Fee sein. Man munkelt etwas von Schnee und einem Funkpark mit guten Kickern. Am meisten freue ich mich auf Sonne und ein paar gute Sessions am Berg. Nachdem der Saisonauftakt eher schleppend verlief!!

Noch irgendwelche Shoutouts, die du los werden möchtest?
Danke an alle meine Sponsoren, die mich die Saison über Unterstützen, meine Crew zu Hause, die mich über den Sommer fit hält und durch die Uni schleift und die ganzen Spaß verbreitenden Individuen, die mit mir aufn Berg fahren!! See you soon!

Alles, klar, Danke dir für das Interview. Dann bleibt uns nur mehr viel Glück und vor allem viel Spaß für die kommende Saison zu wünschen. Reingehauen!

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