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Alex Ferreira holt Olympia-Gold in der Halfpipe

Olympische Winterspiele

Alex Ferreira holt Olympia-Gold in der Halfpipe und komplettiert seinen Medaillensatz

Milano Cortina 2026: Halfpipe-Gold für Alex Ferreira

Olympia-Gold für die USA: Alex Ferreira krönt seine Karriere mit dem Olympiasieg in der Halfpipe und macht seinen kompletten Medaillensatz perfekt. Nach Silber in Pyeongchang 2018 und Bronze in Peking 2022 sichert sich der 31-Jährige in Livigno nun endlich Gold, und schreibt damit ein weiteres Kapitel US-amerikanischer Halfpipe-Geschichte.

Alex Ferreira holt Olympia-Gold in der Halfpipe: mit 93,75 Punkten

Im Snowpark von Livigno zeigte Alex Ferreira im entscheidenden dritten Run seine ganze Klasse. Mit 93,75 Punkten setzte sich der US-Amerikaner an die Spitze des Finalfeldes und ließ die Konkurrenz hinter sich. Damit gewinnt Ferreira nicht nur die Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Milano Cortina, sondern komplettiert auch seinen persönlichen olympischen Medaillensatz.

Sein Gold-Run war technisch anspruchsvoll, sauber ausgeführt und von enormer Amplitude geprägt:

  • Switch Right Double Cork 1080 Japan
  • Left Double 1620 Cindy
  • Right Down-the-Pipe Double Flatspin 1080 Japan
  • Left Double 1080 Safety to Japan
  • Right Double 1620 Cindy

Mit dieser Kombination aus Schwierigkeit, Flow und Höhe setzte Ferreira ein klares Statement im Kampf um den Olympiasieg in der Halfpipe.

Nach der Siegerehrung zeigte sich der Routinier emotional:

„Es hat unzählige Stunden, enorm viel harte Arbeit, unglaubliche Rückschläge und einfach den unbedingten Willen zum Erfolg gebraucht. Geschenkt wurde mir hier nichts. Ich musste immer weiterarbeiten. Hätte ich 2018 schon Gold bekommen, wer weiß, ob ich heute Abend hier stehen würde. Das Universum geht manchmal seltsame Wege. Ich bin einfach unglaublich dankbar für diesen Moment.“ – Alex Ferreira (USA)

 

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Henry Sildaru holt Silber für Estland

 Nur hauchdünn hinter Ferreira landete Henry Sildaru (EST) mit 93,00 Punkten. Der Este sicherte sich damit die erste Medaille für Estland bei diesen Winterspielen sowie die zweite olympische Medaille des Landes im Freestyle Skiing. Bereits seine ältere Schwester Kelly Sildaru hatte 2022 in Peking Bronze im Slopestyle gewonnen. Sildaru hatte vor dem letzten Run sogar in Führung gelegen.

In seinem zweiten Lauf überzeugte er mit:

  • Switch Right 1260 Lead Cuban
  • Switch Left 1080 Blunt
  • Right Double 1620 Japan
  • Left Double 1620 Tail
  • Alley-oop 1080 Tail Grab

Dafür erhielt er starke 92,75 Punkte. Im dritten Versuch steigerte er seinen 1080er sogar auf einen 1440er. Kleinere Unsicherheiten verhinderten jedoch eine noch höhere Bewertung, am Ende fehlten lediglich 0,75 Punkte auf Gold.

„Es bedeutet mir sehr viel. Als ich hierherkam, habe ich nicht wirklich damit gerechnet, eine Medaille zu gewinnen. Ich starte in allen drei Disziplinen. Gerade im letzten Wettkampf eine Medaille zu holen, ist wirklich großartig.“– Henry Sildaru (EST)

 

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Brendan Mackay springt zu Bronze: Drama um Nick Goepper

Für zusätzliche Spannung sorgte der letzte Starter des Abends: Brendan Mackay (CAN). Der beste Qualifikant zeigte im Finale die größte Höhe des gesamten Wettbewerbs und katapultierte sich mit 91,00 Punkten auf Rang drei.

Sein Bronze-Run beinhaltete unter anderem:

  • Switch Left Alley-oop Double Flat 900 Critical (über fünf Meter hoch)
  • Switch Double 1080 Double Japan
  • Right Double 1620 Cindy
  • Left Double 1620 Cindy
  • Alley-oop Flat 540 Mute

Mit diesem spektakulären Durchgang verdrängte Mackay den US-Amerikaner Nick Goepper vom Podium. Goepper, dreifacher olympischer Slopestyle-Medaillengewinner, lag nach dem zweiten Run noch mit 89,00 Punkten auf Rang drei. In seinem letzten Versuch stürzte er jedoch schwer und verpasste damit eine vierte Olympiamedaille in Folge.

„Es ist kaum zu glauben. Seit Sotschi, seit die Disziplin olympisch wurde, habe ich davon geträumt. Dass es jetzt wirklich passiert ist, ist schwer zu fassen. Ich bin einfach unglaublich stolz.“ – Brendan Mackay (CAN)

 

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Spannender Wettkampfmodus sorgt für dramatisches Finale

Das Finale der Olympic Halfpipe begann zunächst verhalten. Nur zwei Fahrer brachten im ersten Run einen sauberen Lauf ins Ziel:

  • Andrew Longino (CAN) – 76,50 Punkte
  • Ben Harrington (NZL) – 61,25 Punkte

Dank des Best-of-Three-Formats konnten die elf Finalisten – Lee Seunghun (KOR) trat nicht an – ihre schwierigsten Runs bis zum Schluss aufheben. Das Resultat: ein hochdramatischer Showdown im letzten Durchgang.

USA bleibt Halfpipe-Nation Nummer eins

Seit der Einführung der Ski Halfpipe bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 gingen fünf der vergangenen neun Medaillen an die USA. Mit seinem Sieg stellt Alex Ferreira die amerikanische Dominanz an der Spitze erneut unter Beweis.

Der 31-Jährige aus Colorado krönt damit eine Karriere, die von Konstanz, technischer Innovation und mentaler Stärke geprägt ist.

„Jetzt stehe ich endlich in den Geschichtsbüchern – zumindest in meinen Augen. Mit oder ohne Medaille wäre ich derselbe Mensch, aber um meinen Hals fühlt sie sich verdammt gut an.“ – Alex Ferreira (USA)

Sorge um Finley Melville Ives

Weniger erfreuliche Nachrichten gab es aus neuseeländischer Sicht: Der amtierende Weltmeister Finley Melville Ives (NZL) verpasste nach einem schweren Sturz im zweiten Qualifikationslauf das Finale. Der 19-Jährige wurde auf einer Trage abtransportiert, befindet sich inzwischen jedoch in stabilem Zustand.

Fazit: Alex Ferreira holt Olympia-Gold in der Halfpipe

Mit seinem Olympiasieg in der Halfpipe bei Milano Cortina 2026 schreibt Alex Ferreira Freestyle-Ski-Geschichte. Gold, Silber und Bronze bei drei aufeinanderfolgenden Winterspielen, eine beeindruckende Bilanz, die ihn endgültig in die Reihe der größten Halfpipe-Athleten aller Zeiten einordnet.

Für die USA bedeutet der Triumph die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte im olympischen Halfpipe-Skiing. Für Ferreira selbst ist es die Vollendung einer langen Reise, gekrönt mit Gold.

Alle Ergbenisse gibt es HIER.

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