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Interview: Lukas Joas über Project Phoenix

Lukas Joas erzählt uns im Interview über sein Video Projekt und über den Verlauf seiner letzten Saison.

 

Portrait von Andi Mayr

Spätestens nach den Premieren des aktuellen Legs of Steel Streifen namens „Passenger“ ist der Allgäuer Lukas Joas auf der Bekanntheitsskala der Freeskier gestiegen. Es folgten Nominierungen zu dem European Skier of the Year und sogar dem Skier of the Year, also das weltweite Pendant dazu! Nun hat Lukas mit dem Trailer zu seinem Projekt namens „Project Phoenix“ erneut für Furore gesorgt. Der Film wird am 09. Dezember veröffentlicht und wird alle Freeskiherzen höher schlagen lassen! Wir wollen genau wissen, was es mit Lukas‘ Projekt auf sich hat und haben nachgefragt!

 

Hi Lukas, wie geht’s dir und wo treffen wir dich gerade an?

Seruvs! Danke mir geht es sehr gut! Ich bin gerade zu Hause und warte bis der Winter ins Allgäu kommt und man hier endlich wieder Ski fahren kann.

Dein Homeresort der Fellhornpark wurde ja 2013 abgeschafft,  wo gehst du jetzt zum Shredden hin, wenn du daheim bist?

Eigentlich immer im Crystal Ground Snowpark, der 20 Minuten von mir entfernt ist. Es ist zwar traurig, aber ich bin froh, dass die Crystal Ground Shapecrew weiter so eine gute Arbeit leistet. Ich freue mich immer mega nach längeren Trips zu Hause wieder Ski fahren zu können.

Apropos daheim: Wie viele Tage bist du im Winter daheim?

Das kann ich dir sogar ziemlich genau sagen. Haha! Von Ende September bis Ende April sollte ich normalerweise 70 Tage zu Hause sein. An diesen Tagen gehe ich dann mit meinen Kumpels zum Ski fahren und häng daheim ab!

credit: Pally Learmond
credit: Martin Erd

Kommen wir zu deinem Projekt. Wann hast du dich entschieden, ein eigenes Projekt zu machen?

Ich habe über die ganze Saison schon gewusst, dass ich etwas releasen möchte. In welchem Umfang war mir aber noch nicht klar. Ich hab so viel Material wie möglich gesammelt und habe viele Shots extra nicht veröffentlicht. Nachdem ich bei den Legs of Steel Shootings war und sie mir mein Material zur Verfügung gestellt haben, wusste ich es am Ende des Winters, dass ich einen richtigen Movie über mich veröffentlichen möchte.

 

Wann und wie/warum bist du auf den Namen Project Phoenix gekommen?

Nachdem ich mich entschieden habe, meinen Job zu unterbrechen und versuchen wollte, Freeskiing professionell zu betreiben, habe ich alle meine Sponsoren verloren. Eine Woche später habe ich mich am Knie verletzt und ich habe die beste Saisonvorbereitung bei den Prime Park Sessions verpasst. Das war natürlich der schlechteste Start in eine Saison, den man haben kann! Ich war wirklich kurz davor, einen Rückzieher zu machen, und wieder normal arbeiten zu gehen. Aber mein Ziel war es schon immer, eine Saison nur Ski zu fahren und zu versuchen, dass beste aus mir raus zu holen und Spaß zu haben. Nach einem schweren Start, war es aber mit Abstand die beste Saison, die ich je hatte. Das Movie Projekt dreht sich um meine komplette letzte Saison mit allen Ups & Downs. Deshalb der Name „Project Phoenix“, nach der Redewendung „Phönix aus der Asche“.

Du hast dich entschieden, deinen Job als Tischler aufzugeben, um deinen Traum der Profikarriere anzustreben. War es die richtige Entscheidung? Fehlt dir irgendwas?

Es war definitiv die richtige Entscheidung. Mir war es eben sehr wichtig eine Ausbildung zu machen und Berufserfahrung zu sammeln, bevor ich sowas mache. Ich könnte jeder Zeit wieder als Tischler arbeiten, wenn etwas passieren würde oder ich einfach keine Lust mehr habe. Was mir vielleicht ein bisschen fehlt ist, dass alles ziemlich schnell gegangen ist. Ich habe normal von Montag bis Freitag gearbeitet und war viel zu Hause. Dann hab ich aufgehört zu arbeiten und vom einen auf den anderen Moment sieht man mich fast nicht mehr im Allgäu. Jeder fragt mich, wo ich die ganze Zeit bin. Aber ich bereue absolut gar nichts und versuche viel mit meiner Familie und Freunden zu machen, wenn ich zuhause bin.

Lukas bei den Nine Knights.

Wer hat dich bei deinem Projekt unterstützt und wer hat dir Rückhalt gegeben?

Familie, Freunde und Alle die ich kenne. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich mit meiner Mama über die ganze Situation geredet habe und ihr gesagt habe, dass ich es zu 100% machen möchte. Meine ganze Familie steht komplett hinter mir. Ohne diese Unterstützung würde ich auch nicht mit einem gute Gefühl unterwegs sein. Meine besten Freunde haben auch einen großen Anteil daran. Ich sehe sie nur sehr wenig aber man kann sich auf sie verlassen. Wer mir über die Saison mit Abstand am meisten den Rücken gestärkt hat, war das Freeski Team Germany. Du bist ständig mit den gleichen Leuten unterwegs und es läuft nicht immer alles gut. Da bist du froh, wenn du so ein gutes Team an deiner Seite hast. Da zählt jeder dazu, von allen Betreuern, bis zum jüngsten Rider.

Was waren die Schwierigkeiten so ein Projekt im Allgemeinen zu realisieren?

Das Projekt steht und fällt natürlich mit deinen eigenen Leistungen. Dann muss man erst mal verletzungsfrei über den Winter kommen, wenn man ständig am Limit fährt, denn man will ja kein Film veröffentlichen, wo man nicht selbst damit zu frieden ist. Ich war mir von Anfang an nicht sicher, ob mein skifahrerisches Können ausreicht, um ein ernstes Projekt zu realisieren, dass mit einer Story versehen ist. Ich habe früher schon zwei Filmprojekte mit der HZUmoviecrew veröffentlicht, beim zweiten Projekt habe ich fast das komplette Editing alleine übernommen. Nach dem Winter war mir klar, wenn du etwas machen willst, musst du alles selbst in die Hand nehmen. Das war schon ein krasser Aufwand für einen 8:15 Minuten Clip. Zudem habe ich davor noch nicht wirklich Ahnung vom Editing gehabt, vor allem von so einem Projekt, bei dem du von Sound bis Farbkorrektur alles selbst machen musst. Jetzt wo ich die fertige Version gesehen habe, bin ich sehr zufrieden und stolz, wie alles funktioniert hat.

Du warst im Rahmen deines Projektes viel unterwegs, wer und was hat dich so auf deinen Reisen begleitet?

Sabrina Cakmakli und Flo Preuss haben mich die meiste Zeit begleitet. Für meinen Movie war ich mit den Jungs von Graupause, Ka-Winch und vor allem Legs of Steel viel unterwegs. Die zwei LOS Shootings in Zürs und im Stubai waren das absolute Highlight. Nach der Verletzung am Anfang der Saison, habe ich immer wieder Probleme am Knie gehabt. Ich musste jeden Tag etwas fürs Knie machen, sonst hätte ich am nächsten Tag nicht mehr fahren können.

Das hat mich am meisten über die Saison begleitet, im Gegenzug hat es mir aber auch gezeigt, dass ich nicht faul sein darf und etwas dafür tun muss, um jeden Tag Ski fahren zu können.

Können wir in dieser Saison wieder mit einem Projekt von dir rechnen?

Ich hoffe es! Ich versuche gerade ein eigenes Budget auf die Beine zu stellen, um an einem Projekt arbeiten zu können. Ich habe dieses mal schon eine konkrete Idee und ein Konzept steht auch schon, aber ich benötige natürlich Budget um alles umsetzen zu können. Diese Saison habe ich außerdem das komplette Material umsonst gestellt bekommen. Dass passiert wahrscheinlich nie mehr! Zudem liebe ich es an eigenen Projekten zu arbeiten. Darum will ich natürlich etwas produzieren und dieses mal nichts dem Zufall überlassen.

Vielen Dank für deine Zeit, hast du noch abschließende Worte?

Danke an alle, die mir bei diesem Projekt geholfen haben!

 

Am 05. Dezember 2015 wird Lukas mit seinem Project Phoenix eine Premiere im Künstlerhaus in Kempten feiern! Er freut sich über jeden, der vorbeischaut und auch die skiing Redaktion wird vor Ort sein! Ab dem 09. Dezember ist der Film dann online und für jeden zugänglich! Wir haben bereits exklusive Einblicke gesehen und können nur sagen: ES LOHNT SICH!!!

credit: Pally Learmond

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