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SSC Backcountry Slopestyle: Ein Tag der Superlative

Ein Contest wie aus dem Bilderbuch! Der heutige Tag beim Swatch Skiers Cup in Zermatt hätte aus Sicht der Organisatoren fast nicht besser laufen können. Nun sitze ich hier im Hotelzimmer und versuche, auch wenn es schwer wird, euch in diesem Artikel nicht mit Superlativen zu überschütten. Das wichtigste aber schon einmal vorweg, das Team Europe führt nach dem Backcountry Slopestyle mit 10:8, was bedeutet, dass Team Americas beim morgigen Big Mountain Day leicht unter Druck steht.

Fangen wir aber von vorne an. Ein Tag in Zermatt beginnt damit auf dem Weg zur Gondel nicht von einem der gefühlt 1.000 Elektrotaxis über den Haufen gefahren zu werden. Danach quetscht man sich mit knapp weiteren 50 Leuten aus der ganzen Welt in einen Aufzug, bevor man endlich die Talstation erreicht hat.

Oben angekommen erstrahlte das Contest-Face direkt unter dem berühmten Zermatter Matterhorn und zeigt sich dank der wolkenlosen Bedingungen von seiner allerbesten Seite. Insgesamt konnten vier Kicker in einer Line von den Ridern genommen werden, es gab aber auch diverse Cliffoptionen. Das Format sollte mittlerweile hoffentlich allen bekannt sein, die Fahrer treten in Paarungen aufeinander, welche am Montag bereits ausgelost worden sind. Insgesamt gab es zwei Runden, à neu Paarungen.

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Das Contest-Face von unten aus gesehen

In Runde 1 setzte sich das Team Americas schnell mit 3:1 ins Führung, bevor der Motor des Team Europe so richtig warm wurde und die Aufholjagd begann.

Die Highlights der ersten neun Paarungen:
-- Props gehen erstmal Sage Cattabriga-Alosa, der sich als erster Bruchpilot das Face hinabstürzte
-- das Duell Tanner Reinfield gegen Nico Vuignier war mehr als hart umkämpft. Beide überzeugten mit Spins in beide Richtungen. Am Ende war aber wohl der massive 540 von Tanner ausschlaggebend
-- leider stürzte Richard Termin beim zweiten Sprung und verletzte sich am Knie. Es scheint nichts schlimmeres zu sein, aber wir wünschen schon Mal gute Besserung
--  ebenso erwischte es auch im nächsten Heat mit Sven Kühne den einzigen Deutschen im Felde. In der Luft sah sein 720 noch sehr souverän aus, doch in der Landung kam er irgendwie zu Fall und er hat sich laut ersten Informationen den Daumen gebrochen
-- danach kam mit Sverre Liliequist die erste Flugshow des Tages. Der Familienvater sendete einen Frontflip über ein mindestens 10 Meter hohes Cliff, bei dem ihm leider der Ski bei der Landung abhanden gekommen ist. Er verdient trotzdem größten Respekt, denn das war einfach nur massiv und ihr solltet euch das auf jeden Fall im Video nochmals reinziehen
-- dann war da noch Seth Morrisson. Was soll ich sagen, das war der abartigste Backflip, den ich je live gesehen habe. Ich traue mich es gar nicht in Worte zu fassen, freut euch einfach auf das Highlight Video. Etwas unnötig crashte er leider beim letzten Sprung, weshalb er auch das Duell gegen Julien Regnier am Ende verlor

Swatch Skiers Cup 2015 - www.swatchskierscup.com

Zusammenfassen kann man sagen, das Alter scheint definitiv keine Ausrede mehr zu sein. Was Sverre und Seth da abgezogen haben ist wirklich abartig gewesen! Für Richard und Sven war der Contest leider schon viel zu früh zu Ende. Sie wurden gleich mit dem Heli in das Krankenhaus nach Zermatt geflogen. Bei beiden scheint es aber wie schon geschrieben nichts allzu schlimmes sein. Für die zweite Runde mussten sie aber natürlich ersetzt werden. Nach kurzer Besprechung gab Team Captain Julien Regnier bekannt, dass Logic Coulomb-Patton und Sam Favret jeweils einen dritten Run machen und die beiden Verletzten ersetzen werden.

Swatch Skiers Cup 2015 - www.swatchskierscup.com

Nach einer kurzen Pause ging es dann auch schon gleich weiter, hier wieder die Highlights:
-- mit Logan Pechora und Nico Vuignier trafen sicherlich die beiden besten Freestyler beider Teams aufeinander. Beide zeigten diverse 720 Variationen und landeten ihre Tricks mehr als sauber, schließlich war es aber Logan, der die Gunst der Judges eroberte und den Punkt ergatterte
-- Sverre gegen Seth, ein Duell der Giganten. Wie soll ich das ganze ohne Superlative zu benutzen beschreiben? Es geht geht nicht!!! Sverre’s Backflip oben über eine Distanz von min. mind. 20 Meter war einfach nur übel. Danach schmiss er einen misty 720, bei dessen Landung er einen Ski verlor. Der Gute Schwede liess sich das aber nicht anmerken und fuhr auf einem Ski ins Ziel, als wäre nichts gewesen. Chapeau, mehr kann man hier nicht sagen! Seth wollte sich offensichtlich auf keinen Fall lumpen lassen und gab an seinem Hammer-Cliff noch mehr Gas. Bei seinem Backflip ging definitiv aus gutem Grund das lauteste Raunen des Tages durch die zahlreich erschienenen Zuschauer. Nach sicherlich über 30 Meter wollte der American zur Landung ansetzen, durch der Druck war zu groß und er Tomahawk die Landung hinunter. Schade, aber was für eine Show!!!!!!
-- großen Respekt verdient auch Logic Collomb-Patton, er gewann nämlich alle drei Duelle

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Am Ende hiess es wie schon eingangs erwähnt 10:8 für Team Europa. Grund zum Feiern gibt es natürlich noch nicht, beim morgigen Big Mountain Day sind nochmals 18 Punkte zu vergeben, sprich es ist bei weitem noch nichts verloren.

Für mich und alle anderen ging es dann weiter zum Mittagessen, wo feinste Schweizer Küche uns verwöhnte. Gegrüßt sei an dieser Stelle der nette Ober, der verzweifelt versuchte sein übermässiges Freibier unter die Leute zu bringen, kommt ja auch nicht alle Tage vor 😉

In diesem Sinne grüezi wohl aus Zermatt. Morgen früh geht es bereits um 5 Uhr morgens in Richtung Contest Face, wo sicherlich erneut eine große Show uns geboten werden wird. Gegen späten Nachmittag werden wir euch dann aber natürlich berichten, was alles los war. Bis dahin bin ich erstmal raus, habe de Ehre Prost und Servus!

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